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🗓️ Halbzeit bei der Säule 3a: Warum aufschieben keine Option ist

  • Autorenbild: Carlino Trust
    Carlino Trust
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Das erste Halbjahr ist bereits vorbei – ein idealer Zeitpunkt, um einen Blick auf die persönliche Vorsorge zu werfen. 📈


Viele Steuerpflichtige denken erst im November oder Dezember an ihre Einzahlung in die Säule 3a. Dabei sprechen sowohl finanzielle als auch organisatorische Gründe dafür, sich bereits zur Jahresmitte mit dem Thema auseinanderzusetzen. Besonders bei einer Wertschriftenlösung (z. B. mit ETFs) kann eine regelmässige Einzahlung langfristig einen spürbaren Mehrwert schaffen.


Zusätzlich bringt das Jahr 2026 eine wichtige Neuerung mit sich: Erstmals besteht die Möglichkeit, verpasste Säule-3a-Einzahlungen aus dem Vorjahr nachzuholen – sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.


💰 Warum die Säule 3a mehr ist als nur Steueroptimierung

Die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) gehört zu den attraktivsten Möglichkeiten, gleichzeitig Vermögen aufzubauen und Steuern zu sparen.


Wer einer Pensionskasse angeschlossen ist, kann jährlich bis zum gesetzlich festgelegten Maximalbetrag einzahlen und diesen Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen. Selbstständigerwerbende ohne Pensionskasse profitieren sogar von deutlich höheren Einzahlungsmöglichkeiten.


Je nach Einkommen und Wohnkanton können dadurch jedes Jahr mehrere hundert bis mehrere tausend Franken an Steuern eingespart werden.


⏰ Warum nicht bis Ende Jahr warten?

Viele betrachten die Säule 3a als klassische «Dezember-Aufgabe». Das funktioniert zwar grundsätzlich – allerdings verschenkt man dadurch unter Umständen wertvolles Potenzial.


Gerade wenn das Vorsorgeguthaben in Wertschriften oder ETFs investiert wird, lohnt sich eine frühere oder sogar regelmässige Einzahlung.


📈 Mehr Zeit im Markt

An den Finanzmärkten gilt langfristig ein einfacher Grundsatz:

Nicht das perfekte Timing entscheidet über den Erfolg, sondern die Zeit, während der das Geld investiert ist.

Wer bereits im Sommer oder verteilt über das Jahr einzahlt, gibt seinem Kapital mehr Zeit, von möglichen Kursentwicklungen und dem Zinseszinseffekt zu profitieren.


📊 Durchschnittspreise statt Markttiming

Regelmässige Einzahlungen führen automatisch dazu, dass Anteile zu unterschiedlichen Kursen gekauft werden. Dieses Prinzip wird als Cost-Average-Effekt bezeichnet.


Die Vorteile:

  • 📉 geringeres Risiko, den gesamten Betrag zum ungünstigsten Zeitpunkt zu investieren

  • 📈 gleichmässiger Vermögensaufbau

  • 😊 weniger Druck, den «perfekten» Einstiegszeitpunkt finden zu müssen


Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wann die Börsen ihren Höchst- oder Tiefststand erreichen. Mit regelmässigen Investitionen nimmt man diese Unsicherheit elegant aus dem Spiel.


💳 Bessere Liquiditätsplanung

Auch unabhängig von der Anlagestrategie kann es sinnvoll sein, die Einzahlung aufzuteilen.


Wer beispielsweise monatlich einen festen Betrag auf die Seite legt oder direkt in die Säule 3a einzahlt, vermeidet am Jahresende eine grössere finanzielle Belastung. Gleichzeitig wird das Sparen zur Gewohnheit.


🆕 Neu seit diesem Jahr: Nachzahlungen für das Vorjahr möglich

Eine wichtige Neuerung macht die Säule 3a noch attraktiver.


Seit diesem Jahr können versäumte Einzahlungen unter bestimmten Voraussetzungen nachträglich geleistet werden. Das bedeutet: Wurde der maximal zulässige Betrag im Vorjahr nicht vollständig ausgeschöpft, kann die Differenz erstmals nachbezahlt werden.

Diese Möglichkeit besteht jedoch nicht unbegrenzt und ist an gesetzliche Bedingungen geknüpft.


Dazu gehören insbesondere:

  • ✅ Es bestand im betreffenden Jahr ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen.

  • ✅ Der maximale jährliche Beitrag wurde damals nicht vollständig ausgeschöpft.

  • ✅ Die Nachzahlung erfolgt innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist.

  • ✅ Für das laufende Jahr wird ebenfalls mindestens der ordentliche Säule-3a-Beitrag einbezahlt.


Gerade Personen, die im vergangenen Jahr ihre Einzahlung vergessen oder aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht vollständig leisten konnten, erhalten damit eine zweite Chance, ihre Vorsorge auszubauen und gleichzeitig von den entsprechenden steuerlichen Vorteilen zu profitieren.


🔍 Jetzt lohnt sich eine Zwischenbilanz

Die Jahresmitte ist ein guter Zeitpunkt, um einige Fragen zu beantworten:


  • Habe ich für dieses Jahr bereits in meine Säule 3a einbezahlt?

  • Nutze ich eine klassische Kontolösung oder eine Wertschriftenlösung?

  • Könnte eine monatliche oder quartalsweise Einzahlung für mich sinnvoll sein?

  • Habe ich im vergangenen Jahr den Maximalbetrag vollständig ausgeschöpft oder besteht eine Nachzahlungsmöglichkeit?


Wer diese Fragen bereits jetzt klärt, vermeidet Hektik im Dezember und kann seine Vorsorge gezielt optimieren.


🤝 Unser Fazit

Die Säule 3a ist weit mehr als ein Instrument zur Steueroptimierung. Wer frühzeitig plant, regelmässig einzahlt und insbesondere bei ETF-Lösungen auf einen kontinuierlichen Vermögensaufbau setzt, profitiert langfristig von besseren Voraussetzungen.


Mit der neuen Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen verpasste Beiträge des Vorjahres nachzuzahlen, lohnt sich ein genauer Blick auf die persönliche Vorsorgesituation mehr denn je.


Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre individuelle Situation zu analysieren und die für Sie passende Vorsorgestrategie zu finden – steuerlich, finanziell und langfristig sinnvoll. 📞

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